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Drachenschuppen

Drachenschuppen ist eine dreiteilige Bildserie, die im Rahmen der Ausstellung Sagenhaft 2024 in der Stadtbibliothek Pforzheim gezeigt wurde. Ausgangspunkt der Arbeit ist die Schuppe als Fragment – als Spur eines Wesens, das zwischen Mythos, Erinnerung und kultureller Vorstellung existiert.


Die abstrakten Kompositionen greifen die Struktur und Farbigkeit von Drachenschuppen auf und bewegen sich zwischen Landschaft, Körper und Zeichen. Dabei entstehen Assoziationen zu europäischen Sagenwelten, insbesondere zur Figur des Siegfried, dessen Unverwundbarkeit mit dem Drachenmythos verbunden ist. Gleichzeitig verweist die Arbeit auf asiatische Drachenkulturen, in denen Drachen nicht als bedrohliche Wesen, sondern als Glücksbringer, Beschützer und Symbole von Kraft und Wandel erscheinen.


Die Serie untersucht, wie sich Geschichten, Symbole und kulturelle Bilder über Zeiten und Kontinente hinweg verändern und dennoch miteinander verbunden bleiben. Die Drachenschuppe wird dabei zum Bild für Erinnerung, Transformation und die Spuren, die Mythen in unserer Gegenwart hinterlassen.


Die Frage, wie Vergangenes in der Gegenwart weiterwirkt, führt von kulturellen Erzählungen auch zu konkreten Orten und ihren Spuren. In Zeitzeugnis wird Erinnerung nicht über den Mythos, sondern über Architektur, Nutzung und Veränderung eines Ortes untersucht.


Drachenschuppen
2024
Malerei, Mischtechnik
Malerei
300 x 550 mm
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