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Shelter

Ich untersuche in Shelter das Verhältnis von organischer Struktur und industrieller Architektur sowie die räumlichen Bedingungen von Schutz.

Kirschbaumäste bilden eine organische Struktur innerhalb der funktional geprägten Architektur des Büroraums. Ihre gewachsenen Formen überlagern und verschränken sich zu einem offenen Gefüge, das die räumliche Ordnung des bestehenden Raumes verändert. Die Konstruktion erinnert an eine Behausung, ohne deren Grenzen eindeutig festzulegen. Zwischen den Ästen entstehen Durchblicke und Zwischenräume. Die Struktur markiert einen möglichen Schutzraum, dessen Begrenzung durchlässig bleibt.

Shelter ist im Rohzustand eine mobile Konstruktion, die sich nach dem Prinzip eines Tipis schnell auf- und abbauen lässt. Mit der Ausgestaltung verändert sich diese Beweglichkeit. Die zusätzlichen Elemente verbinden sich mit der Struktur und machen den Ortswechsel zu einem aufwendigen Prozess. Mobilität und Ortsgebundenheit werden so zu weiteren Aspekten der Arbeit.

Mich interessiert, wie sich Schutz räumlich artikuliert. Welche Rolle spielen Material, Konstruktion und Durchlässigkeit? Wie entsteht ein Raum zwischen den Ästen, und wie verändert sich seine Wahrnehmung im Verhältnis zur vorhandenen Architektur?

Die Arbeit ist eine fortlaufende Untersuchung. Ich suche nach weiteren Möglichkeiten, den Raum zu verdichten und seine Grenzen sichtbar zu machen. Zarte Fäden könnten zwischen den Ästen gespannt werden, Verbindungen schaffen und den Raum auf eine andere Weise umschreiben. Ihre feine Struktur würde in einen Kontrast zu den massiven Ästen treten und die räumliche Wahrnehmung weiter verändern.

Shelter bleibt eine offene Versuchsanordnung. Die Arbeit entwickelt sich aus der Auseinandersetzung mit Material, Raum und Wahrnehmung. Im Zentrum steht die Frage, wie eine organische Struktur einen Ort hervorbringen kann, der Schutz bietet und zugleich offen bleibt.

Kirschbaum Tipi
2026
Installation
Installation
2,40 x 2,40 x 2,20 m H x B x T
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