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Seinlassen als Form der Aufmerksamkeit

30. Juli
1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 28. Sept.



Mich interessiert, was passiert, wenn ich einem Ort Zeit gebe. Wenn ich immer wieder zurückkehre und beobachte, ohne sofort etwas verändern oder erreichen zu wollen.

Ich greife nicht ein. Das fällt mir inzwischen selbst als wichtigster Gedanke auf. Ich pflanze nichts und ich gestalte nichts um. Ich bin einfach da. Immer wieder.

Und irgendwann verändert sich etwas: es ist nicht der Ort – sondern meine Wahrnehmung.

Ich beginne, Dinge zu sehen, die ich vorher nicht gesehen habe. Zusammenhänge werden sichtbar. Der Ort wird vertrauter und gleichzeitig fremder. Ich merke, dass ich ihn nie vollständig verstehen werde – und auch das macht ihn interessant.

Das ist für mich der eigentliche Kern von Immersion of outer landscapes.

Es geht mir nicht darum, Landschaft zu untersuchen. Mich interessiert, was Landschaft mit mir macht. Wie sie mich verändert.

Da ich auch in der Permakultur arbeite, erkenne ich hier ein Prinzip: Observe and interact. Bevor ich gestalte, beobachte ich. Und zwar nicht nur für einen Nachmittag, sondern über einen Kreislauf hinweg. Ich versuche zu verstehen, welche Beziehungen bereits da sind, bevor ich selbst Teil davon werde. Ich beobachte, nehme auf und verändere meine Sichtweise.

Diesen inneren Anteil übertrage ich nun auf Immersion of outer landscapes. 

Was passiert, wenn ich bleibe und einem Ort wirklich Zeit gebe?

 
 
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